Was man über das Nachrüsten von Schornsteinen wissen muss

Schornsteine sind schon lange nicht mehr selbstverständlich. Viele Bauherren verzichten bei der Häuserplanung gleich komplett auf den altbewehrten Backsteinabzug. Doch immer häufiger entscheiden sich Hausbesitzer im Nachhinein doch noch für einen Kamin- oder Pelletofen. Dann heisst es nachrüsten!

SchornsteinGemauert oder Edelstahlschornstein?

Die meisten von uns dürften sich noch an das wohlig warme Gefühl bei einem Abend vor dem Kamin erinnern. Doch was für unsere Eltern und Großeltern noch selbstverständlich war, kommt heute in immer weniger Häusern vor: ein Schornstein. Besonders bei der Planung von Neubauten wird immer seltener ein gemauerter Schornstein eingeplant, da viele moderne Heizsysteme auch ohne Abgasleitung auskommen. Doch was, wenn nach dem Häuserbau doch noch genug Geld für einen Kaminofen übrig bleibt? Was tun, wenn man sich im Nachhinein dazu entschließt, auf Holz als Heizmittel umzusteigen? Für alle Spätentschlossenen gibt es zum Glück einige Optionen beim Schornstein nachrüsten. Wie unter BENZ24 ausführlich beschrieben, ist die einfachste und günstigste Variante ein Edelstahlschornstein, der im Idealfall einfach an der Außenwand angebaut werden kann. Wenn jedoch ein gemauerter Schornstein nachgerüstet werden soll, wird es kompliziert. Die 4 wichtigsten Punkte rund um das Nachrüsten von Schornsteinen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

1. Eine Abgasanlage ist nicht das Gleiche wie ein Schornstein!

Wenn mit festen Brennstoffen wie Holz oder Kohle geheizt wird, dann entsteht Ruß. Ein Schornstein schützt hierbei durch seine Rußbrandbeständigkeit, die durch einfache Abgasanlagen meist nicht gewährleistet werden kann. Der Ruß kann sich nur in einem für den Anwendungszweck geeigneten Schornstein richtig absetzen, weshalb die Anlagen oft eine genaue Abstimmung benötigen. Informieren Sie sich deshalb unbedingt vor der Installation bei einem Fachmann.

2. Den Schornstein bereits in der Entwurfsphase einplanen!

Wenn der Schornstein bereits in der Entwurfsphase bedacht wird, ist vieles einfacher. Denn sollte im Haus gar kein Schornstein vorgesehen sein, wird der Umbau aufwendig und kompliziert. Im schlimmsten Fall muss Platz geschaffen werden. Soll hingegen nur ein Edelstahlsystem an die Außenwand befestigt werden, ist der Aufwand geringer. Aber auch dieser kann bereits in der Entwurfsphase geplant werden, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

3. Ein Kamin ist nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung!

Auch wenn viele Hausbesitzer aus wirtschaftlichen Gründen auf Holz als Heizmittel umsteigen (schuld daran sind die unbeständigen Preise der fossilen Brennstoffe), ist die Entscheidung für einen Kamin keine reine Geldsache. Neben der Strahlungswärme bringt ein Kaminofen auch Gemütlichkeit in ein Haus. Wir verbinden mit Kaminöfen nicht zu Unrecht gemütliche Abende, Familie und Glück.

4. Kachelofen oder Kaminofen? Welcher Typ sind Sie?

Wer sein Eigenheim nur schnell auf Temperatur bringen will, oder prinzipiell wenig zu Hause ist, der sollte sich für einen Kaminofen oder einen Heizkamin entscheiden. Wird jedoch viel Zeit – und vor allem in einem längeren Zeitraum – im Haus verbracht, dann sollte die Entscheidung in Richtung Kachelofen gehen. Da es für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis unterschiedliche Modelle gibt, sollte auch hier vorher genau bedacht werden, wozu Sie den Kamin nutzen werden.

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