Heizen mit Holz ist leider nicht ohne Luftschadstoffe möglich!

Heizen mit Holz ist aus vielerlei Hinsicht eine optimale Methode. Zum einen erzeugt der Brennstoff eine trockene, angenehme Wärme, wenn er in offenen Holzfeuerungen verbrannt wird. Zum anderen ist Holz ein regenerativer Brennstoff. Dieser setzt bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie er während der Wachstumsphase des Baumes bei der Photosynthese aufgenommen hat. Dennoch können bei der Verbrennung von Holz klima- und gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, die es zu minimieren gilt.

Feinstaub-EmissionenWelche Schadstoffe entstehen bei der Holzverbrennung?

Die Zahl bundesdeutscher Haushalte mit Holzheizungen oder Holzöfen steigt kontinuierlich. Gewiss ist diese Entwicklung primär aus der Sicht des Klimaschutzes ein Erfolg. Doch die verstärkte Biomassenutzung in Feuerungsanlagen geht mit einer nicht unerheblichen Gefahrenquelle einher. Gemeint ist hierbei nicht etwa die Gefahr einer Brandverursachung, sondern die Entstehung sogenannter Luftschadstoffe. Besonders die als PM10 bezeichneten Staubteilchen (Feinstaub), die wir über unsere Atemluft aufnehmen, geben Anlass zur Sorge. Luftschadstoffe können wie folgt entstehen:

  • Ruß und Teer – Diese Schadstoffe entstehen beispielsweise bei unvollständiger Verbrennung, bei falschem Anfeuern, bei Verwendung von nassem Holz und beim übertriebenen Nachlegen von Holz auf die Feuerstelle.
  • Schwermetalle und Giftstoffe – Werden beispielsweise Abfallhölzer (lackierte Holzdielen usw.) verbrannt oder sogar die Holzfeuerung zur Abfallvernichtung missbraucht, können hochgiftige Dämpfe und Gase entstehen. Die Verbrennung solcher Produkte ist absolut zu vermeiden!
  • Salze – Diese entstehen bei einer vollständigen Holz-Verbrennung aus der Asche. Besonders bei automatischen Holzfeuerungen ist wegen der kompletten Verbrennung des Holzes die Konzentration meist höher!

Kleinfeuerungsanlagen versus Straßenverkehr– wer verursacht mehr Feinstaubemissionen

Feinstaubbelastung nach Quelle Quelle: Umweltbundesamt

Aus dieser Grafik des Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Jahre 2014 geht deutlich hervor, dass die verursachten Emissionen von Kleinfeuerungsanlagen für Brennholz die Emissionswerte von Auspuffen im Straßenverkehr schon damals signifikant überstiegen. Somit ist es eine logische Konsequenz, dass seit dem 01.01.2015 verschärfte Grenzwerte für mit Holz befeuerte Öfen gelten. Diese müssen die Stufe 2 der 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) einhalten.

Verringerung der Emissionswerte der eigenen Holzheizung

Die Emissionswerte der eigenen Holzfeuerung gering zu halten, ist im Grunde recht einfach. Grundsätzlich sollte jede Holzheizung auf dem neuesten Stand der Technik sein. Ältere Anlagen sollten vom Fachmann geprüft und eventuell erneuert werden. Nur den Brennstoff verfeuern, der für die jeweilige Heizung gedacht ist! Der Brennstoff muss optimal gelagert und absolut trocken sein. Eine Überfüllung sowie das zu späte Nachlegen können ebenfalls für höhere Emissionswerte sorgen. Zu guter Letzt ist darauf zu achten, dass die Holzheizung in regelmäßigen Abständen gewartet wird.

Quelle: Umweltbundesamt

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