Der Windbaum – Windkraftwerk im stylishen Outfit

Treibende Kraft hinter dem Projekt „New Wind“ ist der Franzose Jérôme Michaud-Larivière. Seine Idee, mit diesen stylishen Windkraftwerken einen Teil des benötigten Strombedarfs von Städten abzudecken, kann schon in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden.

WindbaumAuf den ersten Blick sieht das Windkraftwerk tatsächlich wie ein echter Baum aus. Der Windbaum ist mit einer Höhe von 11 Metern seinen natürlichen Vorbildern nachempfunden. An den verzweigten Ästen befinden sich insgesamt 72 Windturbinen. Der italienische Designer Claudio Colucci hat den Turbinen Form und Farbe von unterschiedlich großen, hängenden Blättern gegeben. Obwohl die „Blätter“ aus Kunststoff doch eher etwas klobig erscheinen, stellt der Windbaum in Sachen Ansehnlichkeit jedes andere Windrad in den Schatten. Die Verkabelung läuft durch die Äste im Stamm des Windbaums zusammen.

5 Meter pro Sekunde

Mit dieser Windgeschwindigkeit generieren die Turbinen des Windbaums genügend Strom, um einen Familienhaushalt das ganze Jahr über zu versorgen. Laut „New Wind“ erzeugt das Klein-Kraftwerk bei dieser Windstärke um die 32.000 Kilowatt pro Jahr. Selbst bei einer Windgeschwindigkeit von nur zwei Metern pro Sekunden produziert der Windbaum nahezu geräuschlos Strom. Alle herkömmlichen Windräder bleiben bei einer solch geringen Windstärke stehen.

Sehr hohe Anschaffungskosten – das einzige Manko des Windbaums

Der Prototyp des Windbaums ist ab März 2015 auf dem Pariser Place de la Concorde zu bewundern. Dieser Prototyp soll natürlich auch potenzielle Käufer begeistern. Was allerdings abschrecken könnte, sind die noch sehr hohen Anschaffungskosten für den Windbaum. Mit fast 30.000 Euro müssen Investoren recht tief in die Tasche greifen. Um den Windbaum zukünftig nicht nur für Privatunternehmen, sondern auch für Städte, Länder und Kommunen attraktiv zu machen, müsste „New Wind“ den Verkaufspreis deutlich senken.

Die Zukunft der urbanen Stromerzeugung?

Das Konzept hinter dem Windbaum ist zwar nicht neu, aber dennoch seiner Zeit voraus. Ähnliche Projekte wurden bereits in den USA oder in den Niederlanden ins Leben gerufen. Allerdings kamen viele der Projekte über die Planung nicht heraus. Der Windbaum steht! Der Prototyp existiert. Dass in naher Zukunft Windbäume einen Großteil des benötigten Strombedarfs eines Stadtviertel abdecken könnten, ist somit durchaus im Bereich des Möglichen.

Quelle: WiWo Green

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