Was kostet Brennholz? Aktuelle Preise, Entwicklungen und Tipps für 2026

Aktualisiert von Redaktion
am 12. März 2026

Wer einen Kaminofen oder eine Holzheizung besitzt, stellt sich unweigerlich jedes Jahr dieselbe Frage: Was kostet Brennholz? Die Preise für Kaminholz unterliegen ständigen Schwankungen und hängen von zahlreichen Faktoren ab – von der Holzart über den Trocknungsgrad bis hin zur Region und der aktuellen Marktlage. Besonders in den letzten Jahren haben geopolitische Ereignisse, gestiegene Energiekosten und eine hohe Nachfrage den Holzmarkt stark in Bewegung versetzt.

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die aktuellen Brennholzpreise im Jahr 2026 wissen müssen. Wir beleuchten die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Holzarten, erklären die wichtigsten Maßeinheiten und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie beim Holzkauf bares Geld sparen können.

Die aktuelle Preisentwicklung: Was kostet Brennholz 2026?

Der Brennholzmarkt hat sich nach den extremen Preisspitzen der vergangenen Jahre auf einem hohen, aber stabilen Niveau eingependelt. Dennoch ist Brennholz im Vergleich zu den Jahren vor 2022 spürbar teurer geworden. Die hohe Nachfrage nach alternativen Heizmethoden zu Öl und Gas sowie gestiegene Kosten für Transport und Aufbereitung (Personal, Maschinen, Energie) halten die Preise oben.

Im Frühjahr 2026 müssen Verbraucher für ofenfertiges, trockenes Brennholz (Restfeuchte unter 20 Prozent) mit folgenden Durchschnittspreisen rechnen. Die Preise beziehen sich auf einen Schüttraummeter (SRM) bei einer Scheitlänge von 25 bis 33 Zentimetern, inklusive Mehrwertsteuer, aber meist ohne Lieferkosten [1] [2]:

Holzart / QualitätPreisspanne pro Schüttraummeter (SRM)Eigenschaften
Buche (ofenfertig)120 € – 140 €Sehr hoher Heizwert, schönes Flammenbild, wenig Funkenflug
Eiche (ofenfertig)115 € – 135 €Sehr hoher Heizwert, lange Glutdauer, ideal für Dauerbrandöfen
Hartholz-Mix (Buche/Eiche/Esche)110 € – 130 €Guter Kompromiss aus Preis und Heizleistung
Birke (ofenfertig)105 € – 120 €Guter Heizwert, bläuliche Flamme, ätherische Öle duften angenehm
Nadelholz (Fichte/Kiefer, ofenfertig)85 € – 95 €Schnelles Anbrennen, ideal zum Anfeuern, neigt zu Funkenflug
Buche (frisch, ungetrocknet)95 € – 110 €Muss noch 1-2 Jahre gelagert werden, günstiger in der Anschaffung

Hinweis: Die Preise können regional stark variieren. In waldreichen Gebieten (z. B. Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen) ist Holz oft günstiger als in städtischen Ballungsräumen oder waldarmen Regionen im Norden Deutschlands.

Welche Faktoren beeinflussen den Brennholzpreis?

Wenn Sie sich fragen, was Brennholz kostet, müssen Sie verstehen, wie sich der Preis zusammensetzt. Es gibt nicht den einen Brennholzpreis, sondern eine Vielzahl von Variablen, die das finale Angebot des Holzhändlers bestimmen.

1. Die Holzart: Hartholz vs. Weichholz

Der wichtigste Preisfaktor ist die Holzart. Harthölzer wie Buche, Eiche, Esche oder Ahorn wachsen langsamer und haben eine höhere Dichte. Das bedeutet: In einem Raummeter Hartholz steckt mehr Holzmasse und damit mehr Energie (Heizwert) als in einem Raummeter Weichholz (Fichte, Kiefer, Tanne).

Ein Raummeter Buchenholz liefert etwa 2.100 Kilowattstunden (kWh) Wärmeenergie. Ein Raummeter Fichtenholz kommt hingegen nur auf rund 1.500 kWh [3]. Da Sie mit Buche oder Eiche länger und effizienter heizen können, ist dieses Holz in der Anschaffung pro Raummeter teurer. Rechnet man den Preis jedoch auf die gewonnene Kilowattstunde um, relativiert sich der Preisunterschied oft.

2. Der Trocknungsgrad: Ofenfertig vs. Waldfrisch

Holz brennt nur dann effizient und umweltschonend, wenn es trocken ist. Die gesetzlich vorgeschriebene Restfeuchte für Brennholz liegt bei maximal 25 Prozent, ideal sind 15 bis 20 Prozent.

  • Kammergetrocknetes Holz: Dieses Holz wird in speziellen Trocknungskammern (oft mit Abwärme von Biogasanlagen) innerhalb weniger Tage auf die ideale Restfeuchte gebracht. Es ist sofort verfeuerbar, frei von Ungeziefer und Schimmel, aber aufgrund des Energieaufwands bei der Trocknung am teuersten.
  • Luftgetrocknetes Holz: Das Holz lagert 1 bis 2 Jahre im Freien (überdacht), bis es trocken ist. Es ist etwas günstiger als kammergetrocknetes Holz.
  • Waldfrisches Holz: Dieses Holz wurde frisch geschlagen und hat eine Restfeuchte von 40 bis 60 Prozent. Es ist am günstigsten, muss von Ihnen aber noch gespalten und für 1 bis 2 Jahre fachgerecht gelagert werden, bevor es in den Ofen darf.

3. Die Verarbeitungsstufe und Scheitlänge

Je mehr Arbeitsschritte der Holzhändler übernehmen muss, desto teurer wird das Endprodukt. Ein ganzer Baumstamm (Stammholz) ist wesentlich günstiger als Holz, das bereits in ofenfertige Scheite gespalten wurde. Auch die Länge der Scheite spielt eine Rolle: Standardlängen sind 25 cm, 33 cm und 50 cm. Je kürzer das Holz gesägt werden muss (z. B. 25 cm für kleine Kaminöfen), desto mehr Sägeschnitte sind nötig, was den Preis leicht anhebt.

4. Die Lieferkosten

Brennholz ist schwer und voluminös. Die Transportkosten machen daher einen nicht unerheblichen Teil des Gesamtpreises aus. Viele Händler berechnen eine Pauschale pro gefahrenem Kilometer oder bieten ab einer bestimmten Abnahmemenge eine kostenlose Lieferung im nahen Umkreis an.

Das Einmaleins der Maßeinheiten: Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter

Um Preise vergleichen zu können, müssen Sie die gängigen Maßeinheiten im Holzhandel kennen. Ein häufiger Fehler beim Holzkauf ist der Vergleich von Äpfeln mit Birnen – oder besser gesagt: von Raummetern mit Schüttraummetern.

  • Festmeter (FM): Ein Kubikmeter (1 m x 1 m x 1 m) massive Holzmasse ohne jegliche Zwischenräume. Diese Einheit wird fast ausschließlich im Forst für ganze Baumstämme verwendet und ist für den Endverbraucher beim Kauf von ofenfertigem Holz irrelevant.
  • Raummeter (RM) / Ster: Ein Kubikmeter ordentlich aufgeschichtetes Holz inklusive der unvermeidbaren Luftzwischenräume zwischen den Scheiten. Ein Raummeter entspricht etwa 0,7 Festmetern [4].
  • Schüttraummeter (SRM): Ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz. Da die Scheite kreuz und quer liegen, gibt es hier die meisten Luftzwischenräume. Ein Schüttraummeter enthält deutlich weniger Holz als ein Raummeter.

Die goldene Umrechnungsregel:

1 Raummeter (RM) entspricht ca. 1,4 bis 1,6 Schüttraummetern (SRM) [4].

Wenn ein Händler also 1 SRM Buche für 130 Euro anbietet und ein anderer 1 RM Buche für 180 Euro, ist das Angebot für den Raummeter (180 €) tatsächlich günstiger, da 1,5 SRM beim ersten Händler 195 Euro kosten würden.

5 Tipps: So kaufen Sie Brennholz günstig ein

Trotz des hohen Preisniveaus gibt es Möglichkeiten, die Heizkosten für den Kaminofen zu senken. Mit der richtigen Strategie können Sie beim Holzkauf deutlich sparen.

1. Antizyklisch kaufen

Kaufen Sie Ihr Brennholz nicht erst im Oktober oder November, wenn die ersten kalten Tage anstehen und die Nachfrage am höchsten ist. Die besten Preise erzielen Sie oft im Frühjahr oder Frühsommer (Mai bis Juli). Händler leeren in dieser Zeit ihre Lager für die neue Saison und bieten oft attraktive Sommerrabatte an.

2. Waldfrisches Holz kaufen und selbst lagern

Wenn Sie über ausreichend Platz auf Ihrem Grundstück verfügen, ist der Kauf von waldfrischem Holz die lukrativste Option. Sie sparen sich die Kosten für die Trocknung durch den Händler. Wichtig: Das Holz muss an einem sonnigen, gut durchlüfteten Ort regengeschützt gestapelt werden. Buche und Fichte benötigen etwa 1 bis 1,5 Jahre, Eiche sollte aufgrund der enthaltenen Gerbsäure mindestens 2 Jahre lagern.

3. Selbstwerbung im Forst (Holz auf dem Schein)

Die mit Abstand günstigste Methode, um an Brennholz zu kommen, ist die sogenannte Selbstwerbung. Dabei kaufen Sie beim zuständigen Forstamt oder Waldbesitzer das Recht, Holzreste (Kronenholz, Äste) nach Baumfällarbeiten selbst im Wald aufzuarbeiten und abzutransportieren. Die Preise hierfür liegen oft bei nur 25 bis 40 Euro pro Raummeter.

Voraussetzung: Sie benötigen einen Motorsägenschein (Kettensägenschein), die entsprechende Schutzausrüstung und einen Anhänger für den Transport.

4. Nadelholz statt Hartholz nutzen

Viele Kaminbesitzer schwören auf Buchenholz. Doch Fichte oder Kiefer sind oft 30 bis 40 Prozent günstiger. Nadelholz brennt zwar schneller ab und Sie müssen häufiger nachlegen, aber der Heizwert pro Kilogramm ist bei Nadelholz aufgrund des höheren Harzanteils sogar minimal höher als bei Laubholz. Für moderne Kaminöfen ist Nadelholz hervorragend geeignet, besonders in der Übergangszeit (Herbst/Frühling), wenn nicht die maximale Heizleistung benötigt wird.

5. Preise vergleichen und regional kaufen

Vergleichen Sie immer mehrere Angebote in Ihrer Region. Achten Sie dabei zwingend auf die angegebene Maßeinheit (SRM vs. RM) und fragen Sie nach den genauen Lieferkosten. Oft lohnt es sich, sich mit Nachbarn zusammenzutun und eine größere Menge (z. B. einen ganzen LKW-Zug) gemeinsam zu bestellen, um Mengenrabatte zu erhalten und Transportkosten zu teilen.

Fazit: Lohnt sich das Heizen mit Holz 2026 noch?

Die Frage „Was kostet Brennholz?“ lässt sich 2026 mit Durchschnittspreisen von 120 bis 140 Euro pro Schüttraummeter für ofenfertiges Buchenholz beantworten. Trotz der Preissteigerungen der letzten Jahre bleibt Holz ein wirtschaftlicher und vor allem krisensicherer Brennstoff.

Wer die Möglichkeit hat, frisches Holz zu kaufen und selbst zu lagern oder gar als Selbstwerber im Wald aktiv zu werden, heizt nach wie vor extrem günstig. Doch auch beim Kauf von ofenfertigem Holz bietet der Kaminofen eine wohlige, unabhängige Wärme, die besonders in Kombination mit einer modernen Zentralheizung (z. B. Wärmepumpe) die Heizkosten in den kalten Wintermonaten spürbar entlasten kann. Achten Sie beim Kauf stets auf regionale Anbieter, nachhaltige Forstwirtschaft und die korrekte Umrechnung der Maßeinheiten – so steht einem gemütlichen Winter nichts im Wege.

Quellen:

[1]: https://www.haus.de/energie-haustechnik/brennholz-preise-37833 „Brennholz: Preise für 2026 kennen – DAS HAUS“

[2]: https://www.agrarheute.com/energie/holz/brennholzpreise-maerz-2026-so-hohe-preise-zahlen-kaminbesitzer-fuer-brennholz-639506 „Die Brennholzpreise im März 2026 – So hohe Preise zahlen Kaminbesitzer – Agrarheute“

[3]: https://www.forstpraxis.de/buche-eiche-fichte-welches-brennholz-hat-hoechsten-brennwert-24039 „Buche, Eiche, Fichte: Welches Brennholz hat den höchsten Brennwert? – Forstpraxis“

[4]: https://holzharry.de/festmeter-raummeter-schuettraummeter/ „Brennholzmaße einfach erklärt: Festmeter, Raummeter & Schüttraummeter – Holzharry“

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