Pelletheizungen im Test - Stiftung Warentest & Marktausblick 2026

Aktualisiert von Redaktion
am 12. März 2026


Holzpelletkessel sind eine bewährte Alternative zu Öl- und Gasheizungen, die sich weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Die Unabhängigkeit von importiertem Öl und Gas, die Klimafreundlichkeit und die Nachhaltigkeit des Rohstoffes Holz sind gute Gründe für eine Pelletheizung. Die Kessel unterscheiden sich in ihrer Qualität und Effizienz jedoch gewaltig. Ein Test für Pelletheizungen gab Aufschluss über empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Modelle. Wir werfen zudem einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen, Pelletpreise und Förderungen im Jahr 2026.

Kleine Auswahl an kompakten Pelletöfen

STUFE A PELLET ITALIA Siberia Aria


  • 15 KW
  • bis 140m²
  • Effizienz 92%
  • Autonomie 30 Std
  • 5 Geschwindigkeiten
  • 24 Monate Garantie

NEMAXX® P18 Pelletofen

 


  • 18 kW
  • bis 300 m³
  • WASSERFÜHREND
  • ECO-Modus
  • Wi-Fi Ready
  • Wochen-Timer & Überhitzungsthermostat

Anita Luft-Pelletofen


  • 7,6 KW
  • bis 60m²
  • Geringer Verbrauch
  • 26 Stunden Laufzeit
  • doppelte Verbrennung
  • kompakte Abmessungen
  • einfache Wartung
  • 24 Monate Garantie

EIDER BIOMASA – Pelletofen ZERO R.E.M.


  • 11 kW
  • bis 200 m³
  • 15-kg Behälter
  • ohne Stromanschluss
  • Doppelkammer
  • automatische Steuerung

Faktor Qualität und Nutzungseffizienz

Ein wichtiger Faktor bei der Qualität ist, wie effizient die Kessel die Energie des Holzes verwerten. Je höher dieser Faktor, desto weniger Pellets werden zum Heizen benötigt. Außerdem schrumpft bei höherer Effizienz der Anteil der zu entsorgenden Asche. Moderne Holzpelletkessel erreichen mittlerweile Wirkungsgrade von über 90 %, einige Modelle mit Brennwerttechnik sogar bis zu 106 % [1]. Damit schließen sie die Lücke zu modernen Öl- und Gasheizungen.

Der Test für Pelletheizungen machte die Nutzungseffizienz zur Kernfrage des Vergleichs. Im Pelletheizkessel-Test wurden zehn Modelle einer genauen Begutachtung unterzogen. Neben der Energieeffizienz wurden sie auf weitere Umwelteigenschaften wie die Emission von Staub oder Kohlenmonoxid getestet. Außerdem waren Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung Themen im Pelletsheizungstest. Die Energieeffizienz als wichtigstes Prüfmerkmal ging mit 40 % in die Endwertung ein.

Die Testergebnisse: Testsieger bei den Pelletheizungen

1. Viessmann Vitoligno 300-P 6-18 kW

Der Beste im Pelletkesseltest ist der Kessel von Viessmann. Mit einer Endnote von 2,1 überragte er alle anderen Modelle. Beim Kessel von Viessmann stechen der hohe Jahresnutzungsgrad und die hohe Energieeffizienz hervor. Außerdem weist er eine saubere Verbrennung auf. Die Freisetzung von Schadstoffen bleibt gering. Diese Werte führen zu den besten Umwelteigenschaften des gesamten Pelletheizungstests. Besonders groß ist auch der Heizleistungsbereich.

2. Windhager Biowin Exklusiv 150

Knapp hinter dem Testsieger befindet sich mit einer Endnote von 2,3 das Modell von Windhager. Es gab Pluspunkte für eine hohe Energieeffizienz, einen hohen Jahresnutzungsgrad und eine saubere Verbrennung. Weiterhin fiel eine saubere Verarbeitung auf. Der Hersteller hat mit einer Halterung für Reinigungsgeräte auch praktische Aspekte der Nutzung bedacht. Einen Minuspunkt gibt es für die Gefahr, sich am Griff für die Feuerraumtür leicht die Finger einklemmen zu können.

3. Eta PE 15

Das Modell von Eta ist deutlich günstiger als der Erst- und Zweitplatzierte. Mit der Endwertung 2,5 erreichte es gerade noch die Note Gut. Das Modell von Eta hat eine effiziente Nutzung der Holzenergie vorzuweisen und eine recht saubere Verbrennung. Die gemessene Staubemission war sehr gering. Die Anleitung zur Montage war überschaubar und nicht immer verständlich. Die Handhabung des Geräts war einfach, die Leerung des Aschebehälters jedoch sehr umständlich.

4. KWB Easy Fire, USP GS 15

Gleiche Note weist das Modell von KWB auf. Die Prüfer lobten die intuitive Bedienung des Heizgeräts. Auch hier erreichte die Nutzung der Holzenergie ein hohes Maß an Effizienz. Saubere Verbrennung und eine sehr geringe Staubemission gaben genauso Pluspunkte wie eine saubere Verarbeitung. Die Anleitung war ausführlich, aber schwer zu verstehen.

5. Hargassner Pelletsanlage HSV 14

Der Kessel von Hargassner hat beim Pelletkesseltest die Note zwei knapp verpasst. Mit der Endwertung 2,7 belegt er den fünften und mittleren Platz. Besonders groß ist der Heizleistungsbereich, besonders gering die Staubemission. Die Holzenergie wird immerhin effizient genutzt. Auch bei diesem Modell ist die Montageanleitung verbesserungsbedürftig. Dieses Produkt war das günstigste der getesteten Modelle.

6. Ökofen Pellematic PES 15

Das Modell von Ökofen erlaubt eine effiziente Nutzung der Holzenergie. Wegen dem kleinen Heizleistungsbereich sollte der Kessel unbedingt mit Pufferspeicher betrieben werden. Sauber waren sowohl die Verbrennung als auch die Verarbeitung. Wie beim Modell von Eta war die Handhabung des Aschebehälters etwas umständlich.

7. Fröling P4 Pellet – 15

Der Kessel von Fröling erreichte die Note 2,8. Eine effiziente Nutzung der Holzenergie täuscht nicht darüber hinweg, dass der Betrieb des Kessels einen hohen Stromverbrauch hatte. Das Modell war jedoch äußerst nutzerfreundlich zu bedienen.

8. Paradigma Pelletti II SR 153

Der Kessel von Paradigma liegt mit 2,9 nur knapp hinter dem Modell von Fröling. Er war das teuerste Modell des Pelletheizungstests. Eine effiziente Nutzung der Holzenergie, eine saubere Verarbeitung und eine leicht verständliche Bedienungsanleitung sind die Pluspunkte des Geräts. Der Heizleistungsbereich ist jedoch gering und sollte nur mit Pufferspeicher betrieben werden. Auch hier war die Handhabung des Aschebehälters nicht ganz einfach.

Die letzten Plätze im Test für Pelletheizungen

Weit abgeschlagen liegen die Modelle von Wagner (Endnote 4,2) und HDG (Endnote 4,5) auf den letzten Plätzen.

9. Wagner Lignoplus 15

Das Testergebnis beim Modell von Wagner ist vor allem auf die schlechten Abgaswerte zurückzuführen. Gleichzeitig hatte es den geringsten Stromverbrauch aller getesteten Modelle und eine sehr hilfreiche Bedienungsanleitung. Bemängelt wurden die relativ lauten Geräusche, die durch das Fallen der Pellets verursacht wurden.

10. HDG Pelletmaster PM 15

Mit der Endnote 4,5 belegt das Modell von HDG den letzten Platz der Testreihe. Die schlechten Abgaswerte werteten auch hier die effiziente Nutzung der Holzenergie ab. Die Verarbeitung war teilweise etwas instabil und zeigte rasche Abnutzungserscheinungen. Ein Pluspunkt gab es für die beste Bedienungsanleitung.

Interessieren Sie sich für den Kaminofen-Testbericht, dann klicken Sie auf Kaminofen-Test.

Interessieren Sie sich für den Pelletofen-Testbericht, dann klicken Sie auf Pelletofen-Test.

Aktuelle Entwicklungen 2026: Pelletpreise und Förderung

Wer im Jahr 2026 über die Anschaffung einer Pelletheizung nachdenkt, sollte neben den reinen Gerätekosten auch die aktuellen Rahmenbedingungen im Blick behalten.

Pelletpreise 2026

Die Pelletpreise haben sich nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre auf einem stabilen Niveau eingependelt. Im Februar 2026 lag der deutschlandweite Durchschnittspreis für eine Tonne Pellets (bei Abnahme von 6 Tonnen) bei rund 422,73 Euro [2]. Dies entspricht einem Kilopreis von etwa 42,27 Cent. Es lohnt sich, die Preise regional zu vergleichen und antizyklisch – idealerweise in den Sommermonaten – einzukaufen, um von günstigeren Konditionen zu profitieren.

Förderung und Heizungsgesetz (GEG)

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) erlaubt weiterhin den Einbau von Pelletheizungen. Sie gelten als Erfüllung der 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Vorgabe [3]. Besonders attraktiv ist die staatliche Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG):

  • Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten [4].
  • Klimageschwindigkeits-Bonus: 20 % für den frühzeitigen Austausch alter fossiler Heizungen (für selbstnutzende Eigentümer) [4].

•Einkommens-Bonus: 30 % für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro [4].

•Emissionsminderungs-Zuschlag: Pauschal 2.500 Euro für besonders emissionsarme Kessel (Staubemission max. 2,5 mg/m³) [4].

Die maximale Förderquote ist auf 70 % gedeckelt (zuzüglich des Emissionsminderungs-Zuschlags) [4]. Eine Kombination der Pelletheizung mit Solarthermie oder einer Wärmepumpe (Hybridheizung) wird häufig empfohlen, um die Effizienz weiter zu steigern und die Umweltbilanz zu optimieren.

Quellen:

[1]: https://shk-aktuell.at/artikel/marktuebersicht-pelletheizungen-2025/ „Marktübersicht Pelletheizungen 2025“

[2]: https://energienutzer.de/pellet-heizung/59-holzpellets-pellet-preis-trends „Pelletpreise 2026 – aktuelle Pellets-Preisentwicklung“

[3]: https://www.oekofen.com/de-de/geg-heizungsgesetz/ „Heizen mit Pellets im neuen Heizungsgesetz GEG verankert“

[4]: https://www.viessmann.de/de/wissen/gesetze-und-verordnungen/foerderung/pelletheizung.html „Förderung der Pelletheizung jetzt noch sichern!“

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