Staatliche Förderung für Pelletheizungen

Im Rahmen des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien bezuschusst das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Wärmeerzeugung mit der Biomasse Holz. Wer jetzt auf Heizen mit Holzpellets umsattelt profitiert von einer staatlichen Förderung für Pelletheizungen.

Mit dem Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien wird dem Ziel der deutschen Bundesregierung Rechnung getragen, den Anteil an erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 14% zu erhöhen. Dazu zählt auch das Heizen mit Pellets. Die staatliche Förderung für eine Pelletsheizung soll Besitzer von Bestandsgebäuden dazu anregen, von umweltschädlichen Öl- und Gasheizungen zu einer klimaneutralen Heizmethode zu wechseln.

Förderung vom Staat beträgt bis zu 3.500 Euro

Der Zuschuss für einen Pelletkessel beträgt derzeit bis zu 3.500 Euro, wenn dieser mit einem Pufferspeicher ausgestattet ist, der eine Speicherkapazität von mindestens 30l/kW aufweist. Andere Pelletkessel werden mit 3.000 Euro bezuschusst. Dazu gehören auch Kombi-Kessel, die neben Holzpellets zusätzlich mit Hackschnitzeln und Scheitholz befeuert werden können. Die Förderung für Pelletöfen bringt dem Verbraucher 2.000 Euro Zuschuss, sofern im Pelletofen eine Wassertasche integriert ist.

Die Förderung gilt ausschließlich für Bestandsgebäude, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden und bereits eine andere Heizanlage besitzen. Eine Förderung für Pelletkessel und Pelletöfen in Neubauten ist dagegen nicht möglich.

Voraussetzung für zusätzlichen Bonus

Zusätzlich gibt es durch das Bundesamt noch die Möglichkeit einen Kombinations- oder Effiziensbonus für Pelletheizungen zu erhalten.

Wird binnen 6 Monaten auch eine Solarthermieanlage in Betrieb genommen, kann eine Kombinationsbonuspauschale von 500 Euro beantragt werden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass ein, durch einen Fachmann kontrollierter, hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage durchgeführt wurde.

Für den Effiziensbonus muss sichergestellt werden, dass die förderfähige Anlage ein besonders gut gedämmtes Wohngebäude mit Wärme versorgt. Diese Forderung gilt erst dann als erfüllt, wenn die Vorgaben für ein KFW-Effizienzhaus 55 eingehalten werden. Der Effiziensbonus ist kein Pauschalbetrag, sondern entspricht max. 50 Prozent der staatlichen Basisförderung, was besonders bei Pelletkesseln einen lukrativen Bonusbetrag ergibt.

Pro Anlage ist nur einer der beiden Boni vorgesehen, weshalb es sich empfiehlt, beide Möglichkeiten vorher zu prüfen. In der Regel ist die Effiziensförderung eindeutig profitabler als die Pauschale des Kombinationsbonus.

Weitere Informationen:
Auf der Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finden Sie ausführliche Informationen zur staatlichen Förderung für Pelletöfen und Pelletkessel.

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